Als internationales Spitzenforschungszentrum an der Schnittstelle zwischen universitärer Grundlagenforschung und industrieller Anwendung versteht sich acib als Impulsgeber für verantwortungsvolle Innovation. Wissenschaftliche Exzellenz ist bei acib untrennbar mit ethischer Verantwortung, Integrität, Nachhaltigkeit und Inklusion verbunden. Diese Werte sind nicht nur Teil der Compliance, sondern prägen das Selbstverständnis und die tägliche Praxis aller Mitarbeitenden.
- Ethik: Gesellschaftliche und ökologische Auswirkungen werden frühzeitig berücksichtigt („Ethics by Design“). Unabhängige Ethikkomitees begleiten sensible Projekte und sichern objektive Bewertungen. Die Einhaltung internationaler Standards und der „Guten Wissenschaftlichen Praxis“ ist Grundlage für verlässliche Forschung und erfolgreiche Zusammenarbeit.
- Nachhaltigkeit: acib fördert biotechnologische Lösungen für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft, setzt auf verantwortungsvollen Ressourceneinsatz und unterstützt ESG-Standards.
- Biodiversität: acib achtet in allen Projekten auf den Erhalt und die Förderung biologischer Vielfalt. Negative Auswirkungen auf Ökosysteme werden vermieden, nachhaltige Lösungen stehen im Fokus.
- Inklusion und Diversität: Ein wertschätzendes, chancengleiches Arbeitsumfeld ist zentral. Alle Mitarbeitenden tragen Verantwortung für respektvollen und diskriminierungsfreien Umgang.
Für die acib GmbH als internationales Spitzenforschungszentrum ist wissenschaftliche Exzellenz untrennbar mit weitreichender ethischer Verantwortung verbunden. In unserer Brückenfunktion zwischen universitärer Grundlagenforschung und industrieller Anwendung begreifen wir Ethik über die Einhaltung aller rechtlichen und regulatorischen Pflichten hinaus als integralen Bestandteil und Treiber zukunftsweisender Innovationen. Wir verpflichten uns bedingungslos zur Einhaltung höchster internationaler Standards der guten wissenschaftlichen Praxis sowie anerkannter Compliance-Richtlinien.
Ethische Grundsätze in der Forschung
1 - Folgenethik: Verantwortung für Auswirkungen und Resilienz
- Fortschritt & Problemlösung: Wir fördern Innovationen, die konkreten therapeutischen Nutzen stiften, die gesellschaftliche Adaptionsfähigkeit erhöhen und als Rüstzeug für zukünftige Herausforderungen (Empowerment) dienen.
- Risikominimierung: Wir analysieren unvorhergesehene negative Folgen, Sicherheitsrisiken (Biosafety & Biosecurity) und potenzielle Schneeballeffekte frühzeitig, um Missbrauchspotenzialen und ethisch kontroversen Anwendungen präventiv entgegenzuwirken.
- Technologische Souveränität: Wir streben danach, technologische Abhängigkeiten und Monopole zu reduzieren, um eine breite und resiliente technologische Basis zu schaffen.
2 - Umweltethik: Verantwortung für planetare Grenzen
- Kreislaufwirtschaft & Ressourcenschonung: Unsere Lösungen zielen auf den Ersatz fossiler Rohstoffe, nachhaltige Produktion und die tiefe Integration in die Kreislaufwirtschaft ab.
- Schutz ökologischer Systeme: Wir analysieren und bewerten unter anderem den ökologischen Fussabdruck unserer Technologien sowie deren systemische Effekte auf Ökosysteme, um potenziell negative Auswirkungen auf natürliche Systeme einschließlich Biodiversität zu vermeiden oder zu minimieren
- Rohstoffkritikalität: Wir berücksichtigen die Herkunft und Ersetzbarkeit von Inputstoffen, um geo-politische und toxikologische Risiken in der Wertschöpfungskette zu minimieren.
3 - Wirtschaftsethik: Verantwortung im Partnering und Markt
- Ethische Innovation & Kooperation: Wir stärken kooperative Strukturen, ethische Geschäftsmodelle und regionale Wertschöpfung. Wir kooperieren nicht mit Partnern, die unfaire Geschäftspraktiken oder Ausbeutung tolerieren, und kommen unserer Verantwortung in der Lieferkette durch angemessene Prüf‑, Dokumentations‑ und Eskalationsprozesse nach.
- Transparenz & Skalierbarkeit: Wir bewerten kritisch, ob Innovationen bestehende Strukturen konstruktiv integrieren oder zerstörerisch wirken (Interne Skalierbarkeit vs. Disruption) und vermeiden Plattformabhängigkeiten oder Monopolbildungen.
- Zugänglichkeit: Wir achten auf die preisliche Zugänglichkeit unserer Innovationen und evaluieren Investitionshürden, um sicherzustellen, dass nachhaltige Technologien in der Breite anwendbar sind.
4 - Soziale Gerechtigkeit: Verantwortung für Inklusion und Teilhabe
- Demokratisierung & Partizipation: Wir fördern den Zugang zu Wissen und Bildung, stärken die Interdisziplinarität und binden Stakeholder partizipativ in den Erkenntnisprozess ein.
- Chancengleichheit & Epistemische Gerechtigkeit: Wir respektieren diverse Wissensformen und kulturelle Traditionen. Wir achten darauf, dass technologische Entwicklungen nicht zur digitalen Exklusion, kulturellen Aneignung oder zur Benachteiligung vulnerabler Gruppen führen.
- Generationsübergreifende Gerechtigkeit: Bei all unseren Vorhaben berücksichtigen wir die langfristigen Effekte auf zukünftige Generationen.
Diese vier Dimensionen bilden das verbindliche normative Gerüst für alle Mitarbeiter*innen der acib GmbH, unsere strategischen Partnerinstitutionen und alle Projektbeteiligten und dienen als Grundlage für unsere internen Ethikbewertungen.
Ethik und Compliance in internationalen Forschungsprojekten
1 - Proaktive Projektplanung: Ethics by Design
2 - Laufende Compliance und Risiko-Management
- Datensouveränität & Privacy: Kompromisslose Konformität mit der DSGVO und höchsten Standards der Datensicherheit bei der Verarbeitung persönlicher und sensibler Forschungsdaten.
- Biosafety & Biosecurity: Strengste Beachtung der Regularien zu genetisch modifizierten Organismen (GMO), pathologischen Mikroorganismen und dem Dual-Use-Potenzial (Missbrauchspotenzial) von Technologien.
- Menschenrechte & Inklusion: Gewährleistung von Nichtdiskriminierung, Menschenwürde und fairen Arbeitsbedingungen innerhalb der Forschungskonsortien und deren Lieferketten.
- Umweltschutz & Nachhaltigkeit: Einhaltung strenger Umweltauflagen und kontinuierliche Prüfung der ökologischen Fußabdrücke unserer Methoden im Sinne des „Do No Significant Harm“-Prinzips (DNSH) der EU.
- Technologische Integrität & KI-Compliance: Gewährleistung transparenter, bias-freier und ethisch vertretbarer Entwicklungs- und Anwendungsprozesse beim Einsatz von Künstlicher Intelligenz und fortschrittlichen Datenmodellen in der Forschung.
3 - Transparente Dokumentation und Review: Erfüllung von Ethics Requirements
- erstellen und übermitteln wir proaktiv und fristgerecht alle geforderten Risikoanalysen, Datenschutz-Folgenabschätzungen, Sicherheitskonzepte für Labore (Biosafety) sowie behördliche Genehmigungen (z.B. für den Umgang mit GMOs oder sensiblen Daten).
- richten wir, wo methodisch notwendig, spezifische Ethics Advisory Boards (EAB) oder Data Protection Boardsauf Konsortialebene ein, um Forschungsvorhaben fortlaufend zu überwachen.
- kooperieren wir offen und vollumfänglich bei unabhängigen Audits, Ethics Reviews und Ethics Checks, die durch die Europäische Kommission (oder von ihr beauftragte externe Gutachter) während oder nach der Projektlaufzeit durchgeführt werden.
Ethik-Governance
Das acib-Ethikkomitee und externe Expertise
- signifikante, unmittelbare oder langfristige Auswirkungen auf Umwelt, Biodiversität oder Gesellschaft zu erwarten sind (Folgenethik).
- komplexe Fragen der Biosicherheit, des Risikomanagements (Dual-Use) oder der technologischen Integrität (KI) auftreten.
- mit hochsensiblen Forschungsdaten oder radikal neuen biotechnologischen Methoden gearbeitet wird.
- internationale Förderprogramme (wie Horizon Europe) ein unabhängiges Ethik-Assessment voraussetzen.
Internes Ethik-Schulungsprogramm
- Onboarding & Self-Learning: Alle neuen Teammitglieder absolvieren im Rahmen ihres Onboardings dedizierte Self-Learning-Module zu guter wissenschaftlicher Praxis, RRI und den acib-Ethikrichtlinien.
- Verpflichtende Weiterbildung: Zweimal jährlich finden für alle Forscher*innen und Projektmanager*innen verpflichtende Online-Schulungen statt. Diese adressieren aktuelle ethische Herausforderungen der Bioökonomie, Updates zu EU-Compliance-Vorgaben und schärfen das Bewusstsein für „Ethics by Design“.
Meldewesen und Schutz von Hinweisgeber*innen (Whistleblowing)
acib versteht Nachhaltigkeit als zentrales Leitprinzip, das ökologische und soziale Verantwortung untrennbar mit der Zukunftsfähigkeit von Technologie und Industrie verknüpft. Als internationales Forschungszentrum für industrielle Biotechnologie trägt acib die Verantwortung, wissenschaftliche Innovationen so zu gestalten, dass sie globale Herausforderungen adressieren und gleichzeitig die Wettbewerbsfähigkeit des Standorts sichern.
Die Brückenfunktion des acib: Public Interest meets Economic Resilience
In einem sich wandelnden makroökonomischen und geopolitischen Umfeld, in dem rein ökologisch motivierte Investitionen („Green Premium“) industriell zunehmend unter Druck geraten, fasst acib den Nachhaltigkeitsbegriff strategisch weiter. Ökologische Nachhaltigkeit und wirtschaftliche Widerstandsfähigkeit (Economic Resilience) sind kein Widerspruch, sondern bedingen einander. Vielmehr entsteht echte technologische Resilienz erst durch nachhaltige, zirkuläre und ressourceneffiziente Ansätze.
- Public Interest: Die Gesellschaft und die öffentliche Hand fordern – manifestiert in Förderrichtlinien und Strategien wie dem Green Deal – zu Recht Dekarbonisierung, Klimaschutz und den Aufbau einer Kreislaufwirtschaft.
- Economic Resilience: Die Industrie hingegen benötigt zur Sicherung ihres Überlebens zwingend Kosteneffizienz (OPEX-Reduktion), Versorgungssicherheit und Unabhängigkeit von volatilen globalen Energie- und Rohstoffmärkten.
- Circular Bio-Functionality: Der Aufbau hochskalierbarer, biobasierter Kreislaufwirtschaften, die fossile Wertschöpfungsketten vollständig ersetzen und Rohstoffabhängigkeiten radikal minimieren.
- Disruptive Bioeconomy: Die Entwicklung völlig neuartiger, oftmals CO2- und niedrig-energie-basierter Produktionsplattformen, die Nachhaltigkeit nicht über teure Zusatzprozesse, sondern über grundlegende Prozesseffizienz (Cost-Down) erreichen.
- Deep-Tech Sovereignty (inkl. Dual-Use & Securitization): Die Etablierung biotechnologischer Infrastruktur als systemkritische Sicherheitsarchitektur („Wehrhaftigkeit“), die es Europa ermöglicht, essenzielle Güter wie Medikamente oder kritische Materialien unabhängig von globalen Krisenherden lokal zu produzieren.
- AI-Driven Biotechnology: Die konsequente Verknüpfung von Künstlicher Intelligenz mit biologischen Prozessen, um die Entwicklungszyklen für nachhaltige Innovationen drastisch zu verkürzen und globale Wettbewerbsfähigkeit im Hochtechnologiesektor zu sichern.
Sustainable Development Goals (SDGs) und Mission Budgeting
- SDG 3 (Gesundheit und Wohlergehen): Subziel 3.b (Forschung zu und Entwicklung von Impfstoffen und Medikamenten). acib entwickelt hocheffiziente Produktionsplattformen für Biopharmazeutika, die Pandemic Preparedness (Public Interest) mit industrieller Skalierbarkeit verknüpfen.
- SDG 8 (Menschenwürdige Arbeit und Wirtschaftswachstum): Subziel 8.2 (Wirtschaftliche Produktivität durch Innovation). Eine zentrale Kernkompetenz von acib – die Effizienzsteigerung und das Up-Scaling von Bioprozessen – entkoppelt ökologisches Wachstum von Umweltzerstörung und sichert nachhaltige, hochwertige Arbeitsplätze am Standort.
- SDG 9 (Industrie, Innovation & Infrastruktur): Subziel 9.4 (Nachhaltige Nachrüstung von Industrien) und 9.5 (Forschung & Innovation). Die Etablierung von Next-Generation-Biomanufacturing und ressourcenschonenden „Clean Technologies“ rüstet bestehende Chemie- und Pharmaanlagen um und stärkt die industrielle Basis in Europa.
- SDG 12 (Nachhaltige/r Konsum & Produktion): Subziel 12.2 (Nachhaltiges Ressourcenmanagement) & 12.4 (Chemikalienmanagement). Etablierung zirkulärer Wertschöpfungsketten, etwa durch Reduktion von Lebensmittelabfällen („Waste Generation“) und Ersatz toxischer Reagenzien durch enzymatische und biobasierte Prozesse.
- SDG 13 (Maßnahmen zum Klimaschutz): Messbare Beiträge zur betrieblichen Dekarbonisierung und Abfederung klimabedingter Belastungen („Climate Action“) durch den Transfer von fossilen zu biobasierten Wertschöpfungsketten.
Ausrichtung an nationalen FTI-Zielen und RTD-Parametern
- Academic Research (Akademische Forschung): Nachhaltigkeit braucht Exzellenz als Fundament. Das Ziel ist es, durch Grundlagenforschung einen hohen wissenschaftlichen Impact zu generieren, der die technologische Basis für künftige industrielle Anwendungen in der Biotechnologie legt.
- Industrial Research (Industrielle Forschung): Als zentraler Innovationsknotenpunkt (USP von acib) transferiert das Zentrum technologische Durchbrüche direkt in die Wirtschaft. Ziel ist es, die Innovationsintensität der Unternehmenspartner – insbesondere bei KMUs und Start-ups – zu erhöhen und deren Forschungsleistungen im Bereich Nachhaltigkeit messbar zu steigern.
- Research Efficiency (Forschungseffizienz): Effizienz bedeutet hier die Erzielung einer hohen „Usability“ (Anwendbarkeit) der Ergebnisse für Unternehmenspartner, was direkt zu einer Erhöhung der industriellen F&E-Ausgaben führt. Dies inkludiert auch die Hebelung von Know-how zur zügigen Gründung von Spin-offs (z.B. über das BREED-Programm).
- Research Effectivity (Forschungseffektivität): Dies ist der direkte Impact-Parameter für die Nachhaltigkeit: Er misst, wie stark das Forschungsprogramm tatsächlich zur Lebensqualität, zur Steigerung der Ressourcenproduktivität, zur Reduktion von Treibhausgasemissionen und zur Verbesserung der globalen Gesundheit beiträgt.
- International Integration (Internationale Integration): Durch das Rekrutieren internationaler Spezialist:innen (Spin-in-Programme) und den Aufbau eines weltweiten Partnernetzwerks
Europäische und Nationale Politiken als Resilienztreiber
- European Green Deal & Bioökonomiestrategie: Biotechnologie fungiert als direkter Enabler, um die ehrgeizigen Ziele in den Bereichen Plastics, Kreislaufwirtschaft („Circular Economy Action Plan“) und „Zero-Pollution“ industriell überhaupt erst machbar und skalierbar zu machen.
- Net-Zero Industry Act & Clean Industrial Deal: acib liefert die Schlüsseltechnologien (z. B. CO₂-Nutzung als Rohstoff), um die Transformation europäischer Leitindustrien hin zu klimaneutralen und ressourcenschonenden Wertschöpfungsketten aktiv zu beschleunigen und abzusichern.
- Chemikalienstrategie für Nachhaltigkeit: Durch die Entwicklung biokatalytischer und hochselektiver Synthesewege leistet die Forschung einen direkten Beitrag zur drastischen Reduktion von gefährlichen, toxischen Substanzen („Safe and Sustainable by Design“).
- Europäische Wirtschaftssicherheitsstrategie & Critical Raw Materials Act: Durch den Aufbau regionaler Biomanufacturing-Kapazitäten und die Nutzbarmachung lokaler biogener Reststoffe verringert acib die europäische Abhängigkeit von fossilen Importen sowie kritischen, globalen Lieferketten und stärkt damit die strategische Autonomie („Preparedness“) Europas.
- CSRD und EU-Taxonomie-Verordnung: Durch begleitende ökologische Bewertungen, Lebenszyklusanalysen (LCA) und maßgeschneiderte Green Metrics unterstützt acib Industriepartner direkt dabei, die Taxonomiekonformität ihrer Prozesse datenbasiert und nachweisbar offenzulegen. Damit wird Nachhaltigkeit finanzierbar und Investitionssicherheit in Zeiten geschlossener Kapitalmärkte geschaffen.
- Kreislaufwirtschaftsgesetz & Nationale Klima- und Energiestrategie (mission2030): Die technologischen Entwicklungen unterstützen unmittelbar die österreichischen Vorhaben zur Reduktion von Rohstoffverbrauch und den systematischen Aufbau geschlossener Stoffkreisläufe auf nationaler Ebene.
Umfassendes Impact-Denken als Steuerungsinstrument
- Gesellschaftlicher Nutzen: Projekte müssen eine klare Problemanbindung an drängende Herausforderungen (Klima, Ressourcen, Gesundheit) aufweisen und konkrete Lösungen bieten. Relevanz für Stakeholder sowie Inklusion und Partizipation (z. B. im Rahmen von Citizen Science) stellen sicher, dass die Forschung nicht an gesellschaftlichen Realitäten vorbeigeht.
- Legitimität öffentlicher Förderung: Als Zentrum, das an der Schnittstelle von Akademia und Industrie agiert, belegt acib die Sinnhaftigkeit öffentlicher Investments durch ein exzellentes Kosten-Nutzen-Verhältnis. Eine klare Transferorientierung stellt sicher, dass öffentliche Mittel in anwendbare, dem Gemeinwohl und dem Wirtschaftsstandort dienende Technologien fließen.
- Wirtschaftliches Potenzial & Verwertung: Echte Nachhaltigkeit muss sich am Markt behaupten. Der Impact misst sich an der Generierung neuer zirkulärer Geschäftsmodelle („Wertschöpfung“), der Optimierung und Effizienzsteigerung bestehender Industrieprozesse, der Erlangung von Investitionsreife für Scale-ups sowie der messbaren Stärkung der europäischen Wettbewerbsfähigkeit.
- Politische & gesellschaftliche Wirkungstiefe: acib versteht sich als Impulsgeber. Die Forschungsergebnisse sollen als Basis für evidenzbasierte Politikberatung, Regelsetzung (Normen/Standards) und Bewusstseinsbildung im öffentlichen Diskurs dienen.
- Nachhaltigkeit & Zukunftsfähigkeit: Jedes Projekt wird auf sein langfristiges Nachhaltigkeitspotenzial geprüft. Im Fokus stehen die zeitliche Wirkungsperspektive, die Resilienz der entwickelten Systeme sowie deren Skalierbarkeit und Übertragbarkeit auf andere Industriezweige. Zudem erfolgt die Evaluierung streng nach dem europäischen „Do No Significant Harm“ (DNSH)-Prinzip, um sicherzustellen, dass ökologischer Fortschritt in einem Bereich nicht auf Kosten anderer Umweltziele geht.
- Öffentlichkeitsfähigkeit & Verbreitung: Impact entsteht nur durch Sichtbarkeit. Die Verstehbarkeit der Forschung, ein hohes Resonanzpotenzial in Leitmedien und die Anschlussfähigkeit für nachgelagerte Akteure (Akteursaufgriff) sind essenzielle Metriken, um Wissenschaftsskepsis abzubauen und technologische Akzeptanz zu schaffen.
Nachhaltigkeit und Impact als Governance-Prinzip
- Synergie durch Integration: Anstatt eigene, energie- und flächenintensive Forschungsgebäude zu errichten, ist acib operativ direkt in die Infrastruktur seiner Partneruniversitäten integriert. Diese „Shared-Resource“-Strategie minimiert den eigenen ökologischen Fußabdruck drastisch und sichert einen hocheffizienten, standortübergreifenden Ressourceneinsatz.
- Betriebliche Ökologie: acib lebt im Administrations- und Projektmanagement eine radikal papierlose „Digital First“-Strategie. Ein konsequent effizientes Reisemanagement, das virtuelle Meetings und Online-Kooperationen priorisiert, senkt Scope-1- und Scope-2-Emissionen systematisch.
- Nachhaltige Beschaffung: Um auch indirekte (Scope-3-)Emissionen zu kontrollieren, forciert acib eine nachhaltige Beschaffungsstrategie. Dies umfasst die Priorisierung umweltfreundlicher Laborverbrauchsmaterialien sowie die Zusammenarbeit mit Lieferanten, die transparente ESG-Standards nachweisen können.
- Soziale Governance: Die nachhaltige Unternehmensführung wird durch ein klares Bekenntnis zu Diversität, Inklusion und exzellenten Ausbildungsbedingungen vervollständigt.
Aktiver Schutz durch angewandte Forschung
- Ressourcenwende: Der Wechsel von fossilen auf nachwachsende Rohstoffe verringert den zerstörerischen Ressourcenabbau.
- Schadstoffvermeidung: Die Etablierung umweltverträglicher Biokatalysatoren ersetzt toxische chemische Prozesse und schützt so natürliche Lebensräume vor Kontamination.
- Kreislaufwirtschaft: Durch die gezielte biotechnologische Aufwertung von industriellen Abfallströmen minimieren wir den Flächenverbrauch und fördern geschlossene Stoffkreisläufe.
Verbindliche Standards für genetische Ressourcen
- Rechtmäßiger Zugang zu genetischen Ressourcen aus anderen Ländern, einschließlich der Einhaltung nationaler Zugangsvorschriften.
- Umfassende Dokumentation und Nachweisführung über Herkunft, Nutzung und Weitergabe genetischer Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette.
- Vertragsbasierte Vereinbarungen zur fairen und gerechten Vorteilsaufteilung (Mutually Agreed Terms, MAT) mit Herkunftsländern oder Rechteinhabern.
- Wahrnehmung der Sorgfaltspflichten gemäß EU‑Verordnung 511/2014, einschließlich regelmäßiger interner Überprüfungen und – falls erforderlich – Meldungen an die zuständigen Behörden.
Konkrete Umsetzung in der Forschungspraxis
- Fördervorgaben in EU-Projekten: Bei der Abwicklung von öffentlich geförderten Forschungsprojekten (z.B. Horizon Europe) setzen wir die strengen Biodiversitäts- und Ethikvorgaben der Fördergeber konsequent um und verankern die Sorgfaltspflichten im Projektmanagement.
- Vertragliche Absicherung: Gegenüber unseren Partnern aus Wissenschaft und Industrie fordern wir die Einhaltung der Nagoya-Richtlinien sowie die Bereitstellung notwendiger Herkunftsnachweise strikt ein, etwa durch standardisierte Consortium Agreements oder Material Transfer Agreements (MTAs).
- Laufende Prozessoptimierung: Wir schulen unsere Forschungsteams kontinuierlich im Umgang mit genetischen Ressourcen und bauen unsere internen Dokumentations- und Screening-Prozesse laufend aus, um den dynamischen Anforderungen der globalen Lieferketten gerecht zu werden.